Über uns
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Geschichte der Pfarrei
Im Sog des Aufbruchs der katholische Kirche, ausgelöst durch das Zweite Vatikanische Konzil, wurde in Buttikon anfangs der 1960er-Jahre offen über eine eigene Pfarrei nachgedacht. Die Ablösung von der «Mutterpfarrei» verlief nicht ohne «Nebengeräusche».
Am 19. März 1970 durfte Diözesanbischof Johannes Vonderach der feierlichen Einweihung der St. Josefskirche vorstehen. Das aufstrebende Dorf Buttikon wuchs in den vergangenen Jahrzehnten zu einer lebendigen Pfarrei heran.
Die ehemalige Magnuskapelle aus dem Jahre 1885/86 war baufällig. Das Geld zur dringenden Sanierung wurde Buttikon, das damals noch zu Schübelbach gehörte, nicht zugesprochen. Von da an dachte ganz Buttikon an einen Kirchenbau und an die Gründung einer eigenen Kirchgemeinde. Mit Basaren, Festlichkeiten, gemütlichen Anlässen und den einzigartigen Weihwassergefässen, kreiert von Erich Mettler, sammelten die Buttikner Geld für ihre neue Kirche.
Die Grundsteinlegung fand am 27. April 1969 statt, im August 1969 war der Rohbau fertig. Am Sonntag, 8. März 1970, feierte Buttikon die Glockenweihe. Im Beisein der Schulkinder von Buttikon und Schübelbach wurden die Glocken am Montag, 9. März 1970, aufgezogen. Am 13. März vor 50 Jahren hörten die Buttikner im Probeläuten erstmals ihre neuen Glocken. Die feierliche Einweihung fand am Josefstag, 19. März 1970, statt.
Unser Kirchenpatron St. Josef

Der heilige Josef ist Schutzpatron unserer Kirche und unserer Pfarrei. Er wird von Vielen sehr verehrt. Wir finden seinen Namen in der «Allerheiligen-Litanei» (KG 430) oder im Lied «Sankt Josef, Spross aus Davids Stamm» (KG 790). Es gibt sogar eine eigene «Litanei zum heiligen Josef». Sie steht nicht im Gesangbuch. Menschen, die sie beten, bitten den heiligen Josef, er möge sie immer beschützen und für sie im Himmel beten.
In der Josefs-Litanei bekommt der Heilige wunderschöne Namen. Er heisst dort «Liebhaber der Armut», «Stütze der Familien», «Trost der Bedrängten oder «Hoffnung der Kranken». Auch die wichtigsten und schönsten Eigenschaften des heiligen Josef werden in der Josefs-Litanei genannt. Er wird als «gerecht» und «keusch», «weise» und «starkmütig», «gehorsam» und «getreu» bezeichnet. Seit 1919 gibt es auch eine Josefs-Präfation. In diesem Gebet der heiligen Messe danken wir dem himmlischen Vater, dass er uns den heiligen Josef geschenkt hat.
Gelegentlich sieht man den heiligen Josef – vor allem auf alten Bildern – mit einer Lilie in der Hand. Die Lilie ist eine Blume mit grossen Blüten, die stark duften. Diese Blume gilt von alters her als Zeichen der Unschuld und der Reinheit. Eine Legende erzählt: Eines Tages wurden Stäbe für alle unverheirateten Männer aus dem Geschlecht Davids in den Tempel gebracht. Auf diese Weise sollte der Mann für die Jungfrau Maria gefunden werden. Dann passierte plötzlich ein Wunder: Der Stab Josefs erblühte zu einer Lilie. So wurde er der von Gott vorherbestimmte Ehemann Marias.
Heute gilt der heilige Josef als Beschützer aller Arbeiter und Handwerker. Besonders verehren ihn die Schreiner und Zimmerleute, weil er selbst ein Zimmermann war. Auch Eheleute, Erzieher und Waisen bitten den Heiligen um seine Hilfe und Fürsprache. Manche Reisende und Wanderer beten zum heiligen Josef, er möge sie beschützen und gut nach Hause zurückkehren lassen.
Es gibt überall Kirchen und Kapellen, die dem heiligen Josef geweiht sind und ihn besonders verehren. Auch manche kirchlichen Häuser und Einrichtungen sind nach dem heiligen Josef benannt. Da gibt es zum Beispiel in manchen Orten ein «Josefsheim», ein «Josefsspital» oder einen Kindergarten «St. Josef». So stellen sich immer wieder Menschen mit ihren Aufgaben und Anliegen unter den besonderen Schutz des heiligen Josef.
Früher meinten die Leute, Josef sei bei der Geburt Jesu ein alter Mann gewesen. Deswegen haben auch manche Maler ihn auf ihren Bildern so dargestellt. Das muss nicht so gewesen sein. Wäre Josef ein älterer Mann oder sogar ein müder Greis gewesen, hätte die Bibel bestimmt davon erzählt.









